MUSIC FOR A WHILE 2026
mit Texten von Robert Walser und
Musik von der Barockzeit über Klassik bis Jazz
Mittwoch, 14. Oktober , 19:30 Uhr
Ackermannbogen e. V. , KreativGarage,
Rosa-Aschenbrenner-Bogen 9 / UG, 80797 München
Reservierung
info@theater-etc.de
oder
ackermannbogen-ev.de/programm/music-for-a-while/
Eintritt 6 €/ 12 €/ 18 €
Dauer ca. 70 Minuten, ohne Pause
Gesang Rebecca Collins, Kerstin Schultes, Monika Zdrazil
Sprecher*innen Irene Türk-Grimm, Manuela Wisniewski, Anton Prestele
Konzept und Einstudierung Anton Prestele
Produktion THEATER et cetera
Ein besonderer Abend zwischen Literatur und Musik: Das inklusive Ensemble bringt Texte des Schweizer Schriftstellers Robert Walser mit Musik aus Barock, Klassik und Jazz zusammen. Dabei begegnen seine poetischen, oft überraschenden Beobachtungen des Alltags Werken von Henry Purcell, W. A. Mozart, Franz Schubert, Antonín Dvořák, George Gershwin und weiteren Komponisten.
Unter der künstlerischen Leitung von Anton Prestele entsteht ein abwechslungsreiches Zusammenspiel von Lesung und Gesang, mal nachdenklich, mal humorvoll, immer menschlich.
MUSIC FOR A WHILE ist nach BRUDER NOTILIUS das zweite Programm in der Reihe „Literatur und Musik“, die sich vorwiegend mit Literat:innen auseinandersetzt, die in ihrem Leben selbst mit psychischen Problemen zu kämpfen hatten.
Für die inklusive Theaterarbeit hat diese Auseinandersetzung in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen, da sie dazu beitragen kann, das eigene Schicksal besser anzunehmen und einer Selbststigmatisierung entgegenzuwirken.
Robert Walser (1878–1956) wurde in Biel in der Schweiz geboren und lebte als Schriftsteller zeitlebens in ärmlichen Verhältnissen. Nach einer psychischen Krise kam er 1929 zunächst in die Heil- und Pflegeanstalt Waldau in Bern und wurde 1933 nach Herisau verlegt. In Herisau stellte er schließlich das Schreiben ein und starb – als Autor fast vergessen – am Weihnachtstag 1956 auf einem Spaziergang im Schnee. Heute gilt Robert Walser als einer der wichtigsten deutschsprachigen Autoren des 20. Jahrhunderts.
Musik ist die gedankenloseste und deshalb süßeste Kunst.
Rein verständige Menschen werden sie nie schätzen,
aber sie wird gerade ihnen in Augenblicken,
wo sie sie hören, am innigsten wohl tun …
Mich schmerzt die Musik. Ich weiß nicht, ob ich sie wirklich
liebe. Sie trifft mich, wo sie mich eben antrifft. Ich suche sie nicht.
Ich lasse mich von ihr schmeicheln. Aber dieses Schmeicheln verwundet.
Wie soll ich sagen? Musik ist ein Weinen in Melodien, ein Erinnern in Tönen,
ein Gemälde in Klängen. Ich kann es schlecht sagen.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Woche der Seelischen Gesundheit statt, einer bundesweiten Aktionswoche zur Förderung von Aufklärung, Austausch und gesellschaftlicher Teilhabe rund um das Thema psychische Gesundheit.
https://www.seelischegesundheit.net/aktionen/aktionswoche
In Zusammenarbeit mit

